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학술저널

저항과 절대적 자유의 상징 안티고네(Ⅰ)

  • 한국독일언어문학회
  • 독일언어문학
  • 제38집
  • 2007.12
    41 - 67 (27 pages)
  • 270
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Hochhuth stellt hier die realen Geschehnisse aus dem Kriegsjahr 1943 vollkommen parallel zu der Antigone-Handlung des Sophokles dar, formt jedoch den mythischen Antigone-Stoff in eine andere literarische Gattung um, eine dokumentarische Novelle - im Vergleich zum dokumentarischen Theater. Die Titelfigur der Tragödie『Antigone』des Sophokles und die Protagonistin namens Anne der Novelle『Die Berliner Antigone』des Hochhuth sind Opfer der Willkührlichkeit des jeweiligen Regimes. Obwohl die Werke der beiden Autoren völlig unterschiedliche, zeitliche Erzählperspektiven und Zeiträumen haben, einer- seits das alte Griechenland., andererseits das Regime der Nationalsozialisten im Kriegsjahr 1943, gehen die beiden Figuren doch infolge des gleichen Motives und der gleichen Tat in den Tod. Das Bestattungsverbot ist ein Zentralmotiv in der Tragödie und der Novelle. Die beiden『Antigone』legen den Schwerpunkt auf den Konflikt zwischen der Familienliebe und der Staatsordnung. In diesem Konflikt verlieren die beiden jungen, verlobten Mädchen ihr Leben. Angesichts des Todes haben die beiden Mädchen eine divergierende Haltung. Antigone kämpft unbeugsam für ihr Recht und geht dafür in den Tod. Ihre Stärke beruht auf ihrem unbedingten Gehorsam gegnüber dem göttlichen Gebot, menschlicher Pflicht und moralischer Verantwortlichkeit des Familienmitglieds. Sie hat im Tode ein angenehmes Gefühl, sich endgültig aus dem verhängnisvollen Fluch ihrer Familie zu befreien. Durch den Tod erringt sie den Sieg der Humanität über den Machtanspruch des Tyrannen. Kreon scheitert und erkennt, woran er schuldig ist. Die Thebaner bedauern Antigone sehr und sehen sie als ‘die unschuldigste von allen Frauen’ an. In dieser Hinsicht ist Antigone eine ehrliche, ewige Heldin und wird zum Symbol des Widerstands gegen das Unmenschliche, zur ersten Kämpferin gegen die Tyrannenherrschaft und zur Verteidigerin der absoluten Humanität sowie der Verfechterin der Freiheit. Im Vergleich zu Antigone hat Anne weder politische Gründe noch religiöse Überzeugungen beim Verstoß gegen den Führerbefehl. Aus Angst vor dem Tod möchte sie die Bestattungstat zurücknehmen. Anne steht in innerem Konflikt darüber, bis sie die Nachricht vom Freitod ihres Verlobten erhält. Der Tod von Bodo sowie ihres Bruders und ihrer Mutter verändert sie: Sie fühlt, dass ‘allein der Tod’ sie beschützen kann. Nun kommt sie zurück zu ihrer ursprünglichen Haltung, beharrt auf ihrer ‘falschen’ Aussage und verschweigt den Bestattungsort ihres Bruders. So wird sie durch das Regime der Nationalsozialisten in den Tod getrieben. Aus dieser Sicht ist Anne eine antiheroische Widersacherin des Regimes des dritten Reiches und ihre Tat hinterlässt für niemanden ein Echo auf der Welt. Dies trifft auch für den Bruder von Anne zu. In der Novelle ist Annes Bruder ein echter Widerstandsheld, gleich der Antigone. Anne ist aber keine Heldin, sondern ein einfaches Mädchen, das dem Naziregime widersteht. Sie wird schließlich zusammen mit den anderen anonymen Frauen, die Opfer der Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Unrechts- staates sind, hingerichtet. Diese Wirklichkeit erinnert uns an Dürrenmatt, der in den「Theaterproblemen」erwähnt, dass die Tragödie in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei, weil die Zeit eine Fixierung auf den einzelnen tragischen Helden nicht mehr zulasse.

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