In dieser Zeit ist Fall bekannt geworden, auf welch plumpe Art und Weise es Betrügern gelingt, ihre Opfer zu einer Vermögensverfugung zu bewegen. Daraus springt einem neutralen Beobachter das Phänomen des besonderen Leichtsinns bzw. der Leichtgläubigkeit des Betrugsopfers geradezu in die Augen. Es fehlt aber überhaupt an einer strafrechtsdogmatischen Klassifizierung des Begriffs "Mitverschulden" des Opfers beim Betrugstatbestand. Dennoch soll von dieser, auch im Schrifttum üblichen, Terminologie nicht abgewichen werden, da der Begriff "Mitverschulden" noch am besten die Fälle mit einbezieht, in denen der Verletzte aufgrund unbegründeten Vertrauens die Rechtsgutsverletzung leicht hätte vermeiden können. Allerdings soll unter mitwirkendem "Verschulden" nicht ein Verschulden im strafrechtlichen Sinne verstanden werden, da dies eine rechtswidrige Tatbestands-verwirklichung des Opfers voraussetzen würde, und es auch kein gesetzliches Verbot bezüglich der Verletzung eigener Rechtsgüter gibt. Es ist zu untersuchen, inwieweit Schutzbedürftigkeitsgesichtspunkte gegenüber dem Opfer mit dem "Prinzip der Subsidiarität strafrechtlichen Rechtsgüter-schutzes" zu vereinbaren sind, denn bei der Berücksichtigung des Mitverschulden spielen die Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit eine wesentliche Rolle. Inzwischen läßt sich auch eine Entwicklung feststellen, die nicht nur auf die strafbare Handlung des Täters abstellt, sondern auch das Verhalten des Opfers kriminologisch und strafrechtsdogmatisch berücksichtigen will. Diese Arbit soll ein weiterer Versuch sein, dem Opfer zu einer stärkeren dogmatischen Berücksichtigung zu verhelfen, d.h. es soll die "Tendenzwende mit der verstärkten "Blickwendung vom Täter zum Opfer" und der "Wieder-entdeckung des Opfers für die Unrechtslehre" unterstützt werden. Dabei wird untersucht werden, ob sich das Mitverschulden des Opfers als Tatbestands-korrektiv fortsetzt. Darüber hinaus wird es noch versucht, durch Aufklärungs-Pflicht des Täters einen neuen aber viel einfachen Lösungsweg in Bezug auf Betrug zu finden.
Ⅰ. 문제의 제기
Ⅱ. 사기죄의 구조와 공동책임의 단서
Ⅲ. 보호법익과 피해자책임
Ⅳ. 착오와 피해자책임
Ⅴ. 설명과 신뢰의 의미
Ⅵ. 결론
Abstract
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