Die Forschungsfrage. wie die Deutschen den Neubeginn nach 1945 erfahren und erkannt haben, ist ein Neuland in der Geschichtsschreibung der deutschen Nachkriegszeit. Das deutsche Bewußtsein über die Stunde Null wurde als ein gespaltenes Bewußtsein , restaurativ , oder Abwesenheit eines Bewußtseins definiert, ohne der Komplexität des Bewußtseins nachzugehen. Solche Generalisierung über das deutsche Neuanfangsbewußtsein kommt aufgrund der unversehbaren restaurativen Entwicklungsvorzüge besonders in der Geschichtsschreibung über das Berufsausbildungssystem häufig vor. Aber die Leute der Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, die im Wiederaufbau des Berufsausbildungssystems entscheidend teilnahmen, gingen von differenzierten Vorstellungen von Neuanfang aus und diese führten zu einer konsequenzreichen Kollision. Von derzeitiger Perspektive gesehen ist das Neuanfangsbewußtsein der Kammerleute am schwierigsten zu verstehen. Was sie eigentlich wiederaufbauen wollten, war das 1935er System, aber sie nahmen diesartige Rekonstruktion als ein Neubeginn wahr. Ihr widersprüchliches Neuanfangsbewußtsein war möglich, weil sie dank ihrer gekürzten Entnazifizierungsstrategie sich selbst nicht als Begünstigte sondern als Opfer des NS-Regimes präsentieren konnten. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, daß ihre Rhetorik des Neuanfangs eine hochkalkulierte Selbstverortungsstrategie um des Wiederaufbaus der Kammerhoheit auf diesem Bereich willen im unmittelbaren Nachkriegszeitraum war. Im Vergleich dazu waren die Arbeitgeber hauptsächlich an der Rückverlangung ihrer Aubildungsrechte, die sie nach 1933 verloren haben, interessiert. Also, ein Neubeginn bedeutet für sie zuerst das Zurückgehen zum präfascistischen Berufsausbildungssystem. Im Hintergrund des immer wachsenden Reformdrucks seitens der Gewerkschaften konnte ihre Herausforderung die Kammerleute erfolgreich dazu zwingen, ihr Prinzip der Kammerhoheit aufzugeben. In dem Sinne hätte ihr Neuanfangsargument kein besseres Ergebnis erzielen können. Ohne Zweifel war es die Gewerkschaftenleute, wer einen wahren Neubeginn des Berufsausbildungssystems, d. h. eine radikale Reform des unter dem maßgeblichen Einfluß der Unternehmer stark rentabilitätsorientiert entwickelten Systems, behaupteten. Ihrer Meinung nach sollte der Kampf für den grundlegenden Neuanfang mit altbekannten Begriffsstreit, und zwar mit Umdefinieren der Berufsausbildung zum Arbeitsverhältnis beginnen. Ihre Großreformbewegung schlug fehl, aber die Gewerkschaften setzten in diesem Zeitraum mit der Tarifierung der Ausbildungsvergütung eine deutliche Landmarke auf dem Weg zum noch zu erkämpfenden Neubeginn der Berufsausbildung.
Ⅰ. 서론
Ⅱ. 상공회의소인들의 ‘새로운 시작’
Ⅲ. 고용주협회의 ‘새로운 시작’
Ⅳ. 직업교육실습: 노동인가 교육인가?
Ⅴ. 결론
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