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KCI등재 학술저널

니체의 비극 이론과 루만의 관찰개념 비교

주체의 문제를 중심으로

In der Systemtheorie Niklas Luhmanns wird im allgemeinen als eine soziologische Theorie ver-standen, in der es sich um den funktionalen Ausdifferenzierungsprozeß der verschiedenen Teilsysteme in der modernen Gesellschaft handelt. Luhmann zeigt sich aber in vieler Hinsicht auch als ein Philosoph, dessen vernunftkritische, antimetaphysische Haltung seine Verwandtschaft mit Nietzsche erkennen läßt und in seiner Theorie wohl auf radikalste Weise zum Ausdruck kommt. Der Luhmannsche Begriff System, der von der anticartesischen Auffassung ausgeht, tritt an die Stelle des Subjekts in der traditionellen Philosophie. Die Beziehung System/Umwelt bei Luhmann en-tspricht daher einerseits der bisherigen Beziehung Subjekt/Objekt, andererseits enthält die Subversion bzw. Vernichtung ihrer dualistischen Grundlage. Sie vollbringt dadurch einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Erkenntnis und Wissenschaft. Hier wird weder vorausgesetzt, daß das Denken dem Ich unterliegt, noch für selbstverständlich gehalten, daß das Wissen allein von der vernünftigen Fähigkeit des Subjekts, das Objekt wahrzunehmen und zu bemeistern, abhängig ist. Wie sich die nietzscheanischen Begriffe wie das Dionysische und der Wille zur Macht vom Identitätsprinzip abwenden und über den auf das Vernünftige beschränkte Wirklichkeitsbegriff hinaus in den Bereich der Widersprüchlichkeit und der Unlogik hinter der Welt der Logik treten, sogeht es bei Luhmann auch um eine neue Wirklichkeitsstruktur, die auf der paradoxen Vernunft bzw. dem Nebeneinander der beiden Seiten aller Grenzen beruht. Das wird noch deutlicher, wenn man unter dem Aspekt der erkenntnistheoretischen Ansätze des Subjektsbegriffs Luhmanns Systemtheorie und Nietzsches Tragödientheorie betrachtet. Als konkreter Beleg dafür kann es dienen, die Verbindung zwischen dem Begriff der Beobachtung bei Luhmann und Nietzsches Auffassung zum Chor in der griechischen Tragödie zu verdeutlichen. Das Dionysische, mit dem Nietzsche die Funktion und Struktur des Chors in der griechischen Tragödie verbindet und erläutert, besteht in der Selbstreferenz bzw. in der ‘doppelten Kopplung’. Die fließende Struktur der Interaktion zwischen der Form und dem Prozeß, die hier verläuft, liegt somit der Beziehung zwischen dem Dionysischen und dem Apollinischen zugrunde. In diesem Punkt läßt sich das von Nietzsche aufge- zeigte theatralische Phänomen in der griechischen Tragödie in Zusammenhang mit Luhmanns Begriff der ‘Beobachtung der Beobachtung’, nämlich ‘Beobachtung zweiter Ordnung’ erklären.

Ⅰ. 들어가는 말

Ⅱ. 니체와 루만에서의 주체의 문제

Ⅲ. 니체와 루만, 관찰 개념과 모순의 이중적 구조

Ⅳ. 맺음말

참고문헌

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